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Fenster & Türen

Sie haben die Wahl: Holz, Aluminium oder Kunststoff – die heutige Technik erlaubt verschiedenste Werkstoffe für Fenster und Türen. Wichtig jedoch: Fenster und Türen müssen gut abdichten. Alte Fenster und Türen, zuweilen noch  Einfachverglasungen, entsprechen nicht mehr dem aktuellen Standards. So geht unnötig Heizenergie und damit bares Geld verloren. Denn: Veraltete Fenster können 25 bis 40 Prozent des Energieverbrauches eines Hauses verursachen.

Modernisierung der Fenster

Schlecht gedämmte Fenster lassen bei einem Einfamilienhaus jährlich fast 5000 Kilowattstunden Energie als Wärme entweichen. Mit modernen, dicht schließenden Fenstern beträgt der Verlust nur etwa die Hälfte. Bei Zugluft oder Pfützen nach einem Regenguss sollten alte Fenster unbedingt erneuert werden. Dabei sollte man zunächst prüfen, ob sich die alten Fenster aufarbeiten lassen. Gut erhaltene Holzrahmen brauchen oft nur neue Scheiben.

Der U-Wert

Maßstab für die Dämmeigenschaften eines Fensters ist der so genannte Wärmedurchgangskoeffizient bzw. U-Wert.  Er wird in W/(K•m2) angegeben. W steht dabei für Watt, K für Kelvin. Entscheidend: Je niedriger der U-Wert, desto weniger Wärme entweicht. Alte Einfachverglasungen kommen auf einen U-Wert von ca. fünf W/(m2K). Zum Vergleich: Die Energieeinsparverordnung (EnEv) erlaubt beim Modernisieren nur noch den Einbau außenliegender Fenstern und Türen mit einem U-Wert von maximal 1,3 W/(m2K). 

Notmaßnahme abdichten

Was ist zu tun? Zunächst sollten Sie undichte Fenster und Türen abdichten. Die Dichtigkeit lässt sich ganz einfach prüfen: Halten Sie ein Blatt Papier zwischen Fenster und Rahmen. Schließen Sie nun das Fenster. Lässt sich das Papier mühelos herausziehen, besteht Handlungsbedarf. Prüfen Sie ferner, ob sich die Fenster richtig schließen lassen oder ob sie nachjustiert werden müssen. Schließen die Fenster richtig, reicht es aus, im Handel erhältliche Dichtbänder in den Rahmen zu kleben.

Allerdings: Das Abdichten ist kein Ersatz für die Modernisierung veralteter Fenster. Dreifachverglasung oder Zweifachverglasung mit Wärmeschutztechnologie lassen den Energieverbrauch noch einmal erheblich sinken – und nur so lassen sich die Vorschriften der EnEv umsetzen.

Wärme- und Schallschutz

Moderne Wärmeschutzgläser kosten etwa 100 bis 300 Euro pro Quadratmeter. Wer an einer lauten Straße wohnt, sollte auf zusätzlichen Schallschutz durch dickeres Glas achten. Der beste Sonnenschutz ist außen. Dieser hindert Sonnenstrahlen schon am Durchgang durch das Fenster. Deshalb sollten Jalousien immer außen angebracht werden. Alternativ ist auch eine Außenmarkise möglich.

Wärmeschutzverglasung

Den hohen Wärmeschutz erreicht die moderne Verglasung mit zwei Mitteln: eine hauchdünne Metallschicht auf der äußeren Seite der inneren Scheibe reflektiert aus dem Wohnraum kommende Wärmestrahlung wieder in den Wohnraum zurück, zusätzlich ist der Raum zwischen den Scheiben mit einem Edelgas gefüllt, welches die Wärme schlecht leitet.

U-Werte: Zur Erinnerung: Je niedriger der U-Wert, desto weniger Wärme entweicht.

2-Scheiben-Wärmeschutz-Isolierglas 1,1 bis 1,6 W/(m2K)

3-Scheiben-Wärmeschutz-Isolierglas 0,4 bis 0,8 W/(m2K)

Rahmen und Zargen

Kunststoff

Kunststoffrahmen und -zargen bieten aufgrund ihrer Kammersysteme sehr gute Dämmeigenschaften. Sie sind verwitterungsfest und pflegeleicht. Neben den gängigen Dreikammern-Systemen offerieren manche Hersteller inzwischen bis zu sechs Kammern. Bei den Kammern handelt es sich um luftgefüllte Hohlräume. Kunststoffrahmen mit U-Werten von 0,8 W/(m2K) sind für Passivhäuser geeignet. 

Holz

Da Holz die Wärme schlecht leitet, weisen Holzrahmen gute bis sehr gute Wärmedämmeigenschaften auf. Sie sollten allerdings mit einem Schutzanstrich versehen und damit regelmäßig gepflegt werden.

Günstige Holzrahmen bieten eine Lebensdauer von ca. 20 bis 30 Jahren. Hochwertigere Hölzer, meist Tropenhölzer wie Mahagoni oder Meranti, halten dagegen einige Jahre länger.

Unser Tipp: Moderne Passivhaus-Holzrahmenfenster besitzen einen Kern aus isolierenden Materialien wie PU-Schaum, Kork oder Weichfaser. Dieser Rahmentyp kann die Wärmeverluste gegenüber herkömmlichen Holzrahmen um bis zu 50 Prozent auf einen U-Wert von 0,8 W/(m2K) reduzieren.

Aluminium

Aluminiumrahmen dämmen schlechter als Holz oder Kunststoff. Dafür sind sie wartungsfrei, pflegeleicht und weisen eine hohe Witterungsbeständigkeit auf. Aufgrund der aufwendigeren Herstellung kosten sie jedoch mehr als Holz- oder Kunststoffrahmen. Aluminium wird im Fensterbau gerne in Kombination mit Holz eingesetzt. Das witterungsbeständige Metall liegt außen, das isolierende und wohnliche Holz auf der Innenseite.

Sanierung und verbaute Teile

Kosten 14.000 Euro
Förderprogramme KfW: Gebäudesanierungsprogramm Wohnraum modernisieren Öko.Plus
Energieeinsparung 2290 kWh/Jahr, 183 Euro/Jahr

Werden nur die Fenster in diesem Umfang saniert, führt das zu einer jährlichen Einsparung von 2290 kWh. Das spart Energiekosten in Höhe von etwa 183 Euro.



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